Mittwoch, 29. August 2012

Fazit unserer Reise mit der MSC Opera


Route
„Westeuropa“, Niederlande, Grossbritannien, Spanien, Frankreich
Schiff
MSC Opera
Kabine / Service
Kabine 10150 – Balkonkabine Deck 10, mittschiffs, nach Gratis-Upgrade von der zweitgünstigsten Innen-„Garantie“-Kabine (ohne Kabinennummernzuteilung bei der Buchung) auf Deck 7 achtern durch die Reederei noch bevor der Restbetrag überwiesen war.
Unsere Kabine ist als „Doppelkabine“, d.h. mit einer Verbindungstür, konzipiert, welche während unserer Reise abgeschlossen blieb. Auch die Trennwand zwischen den zwei Balkonen, die während einer Doppelnutzung zu öffnen war, blieb fest „zugeklappt“, sodass wir eigentlich eine „normale“ Balkonkabine zur Nutzung bekamen.

Die Kabine ist durch das Tageslicht und die kabinenbreite Fensterfront zum eigenen Balkon wirklich schön hell, es tut richtig gut, tagsüber bei offener Balkontüre und frischer Seeluft ein Nickerchen zu machen. Die Nasenschleimhäute danken es und mein Kopf morgens auch. Ich habe nicht mehr so schrecklich trockene Nasenschleimhäute und schmerzende Stirnhöhlen, sondern kann, wenn ich zwischendurch aufwache, einfach die Nase aus der Balkontüre strecken, eine „Handvoll“ Seeluft einatmen, dann mach ich die Türe natürlich wieder zu und schlafe weiter.

Das Bad ist funktional eingerichtet, unter dem Waschbecken hat es gut Stauraum (Schränkchen, worin auch das Badmülleimerchen integriert ist). Der Föhn ist an der Nasszellenwand angebracht (langer Schlauch), wobei hier ebenfalls die Steckdose für den Rasierer integriert ist. Zum Laden einer elektrischen Zahnbürste reicht der Strom allerdings nicht aus, dafür sind dann die 4 Steckdosen (2x 110V – 3-poliger Stecker - und 2x220V – Schuko-Steckdosen) am Toilettentisch neben dem Bett gut. Die Dusche wäre für uns „umfangreichere Personen“ vielleicht grad noch ok, wäre da nicht der Haltegriff, der für starken Seegang unabdingbar ist, aber so stehen wir immer mit irgendwo am Körper sehr stark anhaftendem Duschvorhang in der Dusche. Was sehr gut ist, ist die „separat gemauerte Barriere“, sodass eigentlich kein Wasser auf den restlichen Badboden gelangt, wenn man duscht. Duschgel und Haarshampoo sind im Spender vorhanden. Die kleinen Fläschchen, wie sie früher immer gegeben wurden, sind nicht mehr zur Verfügung. Die Flüssigkeiten in den Spendern ist ausserdem auch eine andere Marke, als die in den ehemals gegebenen kleinen Fläschchen.

Die Wasserqualität im Bad während der gesamten Reise war sehr angenehm. Es gab nicht ein einziges Mal Chlorgeruch, wenn der Wasserhahn geöffnet wurde.

Tagesdecke für Bett, die Dekor-Kissen und Gardinen sind aus dem gleichen Stoff gefertigt und geben ein schönes, einheitliches Bild. Die Betten sind für unsere Begriffe schön angenehm hart und bequem.

Die Anordnung von Toilettentisch mitsamt Stuhl und linkem Nachttischchen ist zwar zweckmässig, aber um an den Stauraum im Nachttischchen zu kommen, muss immer der Stuhl komplett weggeräumt werden, da ein Öffnen der Türen sonst fast nicht möglich ist. Ich nutze somit nur die Oberseite des Nachttischchens und lasse den Stauraum leer.

Genial ist der riesige Spiegel vor dem Bett für das Ankleiden. Speziell bei der Gala-Abendgarderobe, wo vermehrt auf Korrekten Sitz geachtet wird, ist ein solcher Spiegel wirklich Gold wert.

Die Funktionalität der Klimaanlage war genauso, wie eingestellt. Hier gab es keine Beanstandungen, von wegen zu starkes Gebläse oder so, obwohl die Anlage direkt über dem Bett in der Decke angebracht war.

Unser Cabin Steward is Adi Winarto. Er hat eine Assistentin (ihren Namen habe ich leider nicht, leicht zu erkennen ist sie an ihrem weissen Brillengestell, sofern sie nicht gerade Kontaktlinsen trägt).
Beide sind sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Unsere Kabine ist wirklich immer „picco bello“ und unsere Minibar-Wünsche, bzw. der Verzehr wurde stets entweder bereits direkt nach dem Bettenmachen vormittags oder wenn während des Tages verzehrt, vor unserem zu Bett-Gehen wieder aufgefüllt. Das war wirklich sehr gut, speziell wegen den Wasserflaschen, die doch in ordentlichen Mengen während der Reise benötigt wurden.

Restaurant / Service
Für das Frühstück:
Drei Mal in Anspruch genommen, wobei beim ersten Mal leichte Koordinationsschwierigkeiten herrschten, aber der Service an sich ordentlich und korrekt war. Die zwei anderen Male waren sehr gut. Von der Türe abgeholt, zum freien Tisch geleitet, von verschiedenen Kellnern gleich mit Kaffee und Gebäck versorgt und dann die Bestellung aufgenommen.
Vom Geschmack und Frische her alles ok, nur der Grill-Schinken, welcher sich als Formschinken herausstellte war wohl vom Geschmack her irgendwas zwischen „Gummi“ und „Nichts“. Leider. Gut, beim nächsten Mal wurde etwas anderes bestellt, das war dann auch gut.

Für das Mittagessen:
Nicht in Anspruch genommen.

Für das Abendessen:
Zweite Essenssitzung gebucht – Zuteilung war der Tisch 234 im „La Caravella“.

Unser Hauptkellner heisst Manuaba und ist aus Indonesien.
Sein Service lässt an nichts mangeln, er ist stets höflich, freundlich und hat immer ein Lächeln übrig. Da wir allerdings an einem runden 8-er Tisch mit Sitz-„Sofa“ doch recht „zusamengerückt“ platziert sind, ist das mit dem Servietten-Service nicht wirklich möglich, bzw. wird doch meist ganz drauf verzichtet. Doch pflegt er trotzdem die korrekte Service-Variante. Links eindecken/servieren, rechts abräumen. Wirklich gut und bei der recht vollen Belegung des Restaurants während unserer Essenszeit nicht immer einfach.

Die Menue-Auswahl ist gut, reichhaltig und vielseitig. Für uns findet sich eigentlich immer irgendetwas, das uns zusagt und dann auch schmeckt. Es gibt keine langen Wartezeiten, Punktum: der Service ist wirklich gut, mit der Küche hatten wir Glück und das Klima auch mit den zugeteilten Tischnachbarn war sehr angenehm.


Buffet / Service
Die Auswahl im La Vele Buffet-Restaurant ist vielseitig, lecker und frisch. Der Salat ist zwar meist das Gleiche zum selbst-zusammenstellen, aber die Blattsalate sind stets richtig frisch und knackig. Macht Laune und schmeckt. Die warmen Speisen am Buffet sind vielseitig, auch für Vegetarier ist immer etwas dabei und schmecken tut’s noch wirklich gut dazu. Leider waren die Nudeln, die an der Pastastation direkt mit der Sosse zubereitet wurden, manchmal etwas sehr „al Dente“. Zudem war die Pizza der Pizzeria draussen auf Deck 11 leider recht „gummiartig“, sprich: der Boden nicht kross gebacken. Schade, denn sonst wäre sie eigentlich gut gewesen.

Die Früchte (hier im Speziellen der frische Fruchtsalat) sind ein Traum. Die Süssigkeiten recht lecker und für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Was das Frühstücksbuffet im La Vele angeht, so ist auch hier alles frisch, und eigentlich gut. Nur ist die Auswahl für eine eventuell längere Reise dann irgendwann bald „erschöpft“ und, speziell für die Fleischesser, die morgens nicht direkt gebratene Würstchen und Speck bevorzugen (Wurstauswahl), etwas langweilig.

Kaffee und Tee, na ja. Aber dafür steht extra an den „Zapfanlagen“ American Coffee also ist damit zu rechnen, dass der etwas „lappriger“ im Geschmack ist. Die Teeauswahl ist gut (nicht so überragend viele Sorten, wie auf der Queen Mary 2, aber sonst wirklich für jeden Geschmack etwas dabei), nur ist das Wasser nicht wirklich „kochend“, was für einige Teesorten besser wäre, um diese korrekt überbrühen zu können, aber da die Flüssigkeiten in Warmhaltebehältern gelagert werden, ist ein „Dauerkochen“ des Wassers nicht möglich. Vollkommen klar. Wer besonders guten Kaffee oder Tee geniessen möchte, kann sich diesen in den Bars bestellen und da schmeckt er richtig gut.

Zudem ist erwähnenswert, dass während der gesamten Reise das Teewasser nicht einmal nach Chlor geschmeckt hat. Das war wirklich sehr gut.

Bars / Service
Wir haben ziemlich schnell die „Aroma Coffee Bar“ als allabendlich präferierte Lokalität für uns auserwählt, und die Bedienungen und Kellner sind wirklich nett und freundlich. Später haben wir auch festgestellt, dass dort ein „WiFi Hotspot“ ist, sodass wir dann auch unsere e-mails vom eigenen Laptop aus abrufen konnten, ohne draussen am Pool zu sitzen oder in einer der andren Lounges die passenden Ecken zu suchen.

Wer im Lo Spinnaker Pool Bar in der schattigen Ecke vor der Gelatteria sitzt, um dort den WiFi Hotspot für’s Internet zu nutzen, der muss schon fast einer Bedienung das Bein stellen, dass gefragt wird, was man zu trinken möchte. Deren Focus liegt mehr auf „vor der Bar“ und rund um die Pools. Aber eben, da ist auch immer recht viel zu tun und wir haben schliesslich einen Mund, den wir aufmachen können, wenn wir was bestellen möchten.

Internet / WiFi
Auf der MSC Opera ist im CyberCafe der Zugang zum Internet nur über die lokalen PCs möglich. WLAN ist dort wider Erwarten nicht vorhanden.

Wer mit dem eigenen Laptop oder Mobiltelefon ins Internet möchte, muss sich bei einem Der „WiFi Hotspots“ im Schiff, bei den Haupt-Lounges und Bars aufhalten. In der Kabine ist kein WLAN-Empfang möglich.

Fotografen
Auch auf der MSC Opera wurden abends während dem essen Fotos zusammen mit Mitgliedern des Animateur-Teams gemacht, aber wir gaben allgemein an unserem Tisch recht schnell zu verstehen, dass wir das nicht wünschen. Ich zückte meine Kamera und machte selbst ein Bild vom Fotografen... Er kam daraufhin nicht mehr zu uns und warnte wohl auch die Kollegen.

Die gewünschten Fotos (Kapitänsempfang usw.) sind recht gut geworden, beim Kapitäns-Empfang wurde uns das „Handgepäck“ von einer separaten Hilfe abgenommen, um die Fotos damit nicht zu „verunstalten“, was wir als sehr professionell einstufen konnten und somit bekommt das Fotografen-Team ein „Gut“ von uns.

Landausflüge

St. Peter Port (Guernsey), Kanalinsel, Grossbritannien
Gebucht: Panoramafahrt und the little Chapel

Tourguide ??? (Namen nicht gemerkt)
Wir hatten Bus Nr. 30.

Obwohl es hiess, dass keine fremdsprachigen Reiseleiter vorhanden sind und die Busfahrer daher die Guides in englischer Sprache bilden, bekamen wir tatsächlich eine Dame aus Bremen, die uns die gesamte Tour durch auf sehr informative Weise ihre Wahlheimat und deren Besonderheiten (Sprache, Währung, Geschichte) näher brachte. Die Tour war wirklich interessant und gut gestaltet.

La Coruňa, Spanien
Eigentlich gebucht: Der Nord-Westliche Kurs – abgesagt aufgrund zu niedriger Teilnehmerzahl. Alternative: La Coruna und Betanzos

Tourguide ??? (leider den Namen nicht mehr in Erinnerung)
Wir hatten Bus Nr. 39.
Der Guide hat die Tour zweisprachig geführt, Englisch und Französisch. Immer beide Sprachen im Wechsel in kurzen Sätzen, sodass keine Nationalität „Langeweile“ dazwischen bekam und immer Aufmerksamkeit gefragt war. Geschickt gelöst und keiner zerredete dem anderen irgendwelche Informationen. Der Guide war zudem Galizier, sprach also Galizisch, und Spanisch, weil von der Schule her verlangt. Ferner sprach er auch ein sehr schönes Deutsch, als er mit bekam, dass wir Deutsche sind. Die Tour selbst wurde allerdings in den beiden eingangs genannten Sprachen abgehalten.
Er hatte ein sehr gutes Zeitgefühl und hat stets darauf geachtet, dass keine zwei Gruppen am gleichen Ort sind und somit ein Gedränge vermieden werden konnte... Ebenso wurden wir wieder pünktlich und vollzählig am Schiff abgeliefert.
Wir waren mit ihm und den uns vermittelten Eindrücken sehr zufrieden und können ihn nur weiterempfehlen.

Bilbao, Spanien
Eigentlich gebucht: Bilbao und Castro Urdiales – abgesagt aufgrund zu niedriger Teilnehmerzahl. Alternative: Bilbao und Getxo

Tourguide Susanne (?? hoffe ich habe das richtig in Erinnerung...) aus Bayern
Wir hatten Bus Nr. 32.
Unsere Guide war sehr kommunikativ, hat sehr viel Informationen zu Land und Leuten, sowie auch zur baskischen Sprache und der Geschichte des Baskenlandes weitergegeben und ist auch auf Fragen sehr klar und verständlich eingegangen. Ihre Zeiteinteilung war sehr gut, sodass sich nie 2 Gruppen gleichzeitig an einem Ort aufhielten und wir auch pünktlich wieder am Hafen in Getxo an kamen. Sie war sehr aufmerksam und freundlich. Die Tour mitsamt der Guide ist auf jeden Fall zu empfehlen.

La Pallice (La Rochelle), Frankreich
Im Rahmen des „Anniversary-Package“ bekamen wir die Tour „Ré – die weisse Insel“ von MSC für uns kostenfrei vorgebucht.
Da kein deutschsprachiger Guide zur Verfügung steht, werden wir der englisch sprachigen Gruppe zugeteilt.

Tourguide Philippe
Wir hatten Bus Nr. 34.
Unser Guide war sehr höflich und freundlich, hatte die Tour bilingual zu absolvieren, und zwar in Englisch und Spanisch.

Er war nicht ganz so kommunikativ wie die anderen Guides, die wir vorher hatten, aber hat uns dennoch einiges Interessantes näher gebracht und war sehr darauf bedacht, dass auch die Gäste mit Gehbehinderung nie verloren gegangen sind.

Während unserem Spaziergang durch die Zitadelle in Saint Martin de Ré stellte sich heraus, dass unser Guide ebenfalls deutsch spricht. Auch er kam in unserer Sprache auf uns zu. Die Führung an sich wurde wie bei den vorherigen auch, weiterhin in den gebuchten Sprachen abgehalten.

Nach unserer pünktlichen Rückkehr zum Schiff wurde uns von einer Dame des Onboard-Tour-Office (Frau Krüger aus Südafrika) nahegelegt, doch nach dem Mittagessen noch den Shuttle nach La Rochelle hinein zu nehmen, das wäre zeitlich problemlos noch möglich, die Shuttle würden, da momentan nicht viel Betrieb sei, in recht kurzen Zeitabständen fahren und somit eine rechtzeitige Rückkehr vor Abfahrt zum Schiff keine Schwierigkeit darstellen. Wir nahmen uns also noch einen Stadtplan, der vom Tourist-Office im Hafenterminal ausgelegt war, und liessen uns zeigen, wo die Shuttlebusse uns aus- bzw. wieder einladen würden. Wirklich direkt beim alten Hafen.
Wir sind froh, sind wir Frau Krüger’s Vorschlag noch gefolgt. Normalerweise wären die Shuttle-Busse mit EUR 13.-/Person zu Buche geschlagen, aber da wir bereits eine geführte Tour hinter uns gebracht haben, war mit den uns überlassenen Abschnitten der Tourtickets die Nutzung der Busse vollkommen gratis. In La Rochelle war ausserdem ein Pavillondach vor der Tourist Information aufgebaut, wo für die MSC-Gäste sofort der Ein- & Ausstieg für die Shuttlebusse ersichtlich war. Richtig gut organisiert.

Southampton, Grossbritannien
Eigentlich gebucht: Portsmouth – abgesagt aufgrund zu niedriger Teilnehmerzahl in sämtlichen Sprachen. Alternative: London Panorama-Tour

Tourguide Ingrid (hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt)
Wir hatten Bus Nr. 30
Wir wurden pünktlich ausgeschifft, allerdings hatten wir dann im Bus noch ca. 30 min. Wartezeit, bis die ganzen Guides aus London ankamen. Die Laune war allerseits etwas „bescheiden“ und entsprechend musste sich Unsere Guide, die diese Tour bilingual (Deutsch und Englisch) durchführen musste, auch gleich mal rechtfertigen. Sie gab recht klare „Ansagen“, die uns persönlich zwar etwas überraschte, aber entsprechend dem Lautstärkepegel, den unsere österreichischen Mitreisenden hinten im Bus leider verursachten und somit ein richtiges Zuhören nicht möglich machte, absolut gerechtfertigt war.
Schlussendlich hatten wir eine gut geführte Tour von Southampton nach und durch London, bekamen viel zu sehen, durften unsere Kamera-Speicherkarten ordentlich malträtieren und erhielten dazu wirklich gute geschichtliche wie auch aktuelle Hintergrundinformationen. Zu unserer Zeit in London wurden gerade die Paralympics vorbereitet und somit waren beim Buckingham-Palace einige Strassen gesperrt, die eigentlich sonst nutzbar gewesen wären. Unsere Guide machte es dennoch möglich, die eigentlichen Ziele zu erreichen und somit diesen Landausflug als „gelungen“ zu verbuchen.
Da wir an einem „Bank Holiday“ in Southampton und London waren, hatte es wirklich so gut wie keinen Verkehr, sodass die Busfahrt in 1,5h von Covent Garden in London zum City-Terminal in Southampton absolviert werden konnte. Das war wirklich eine Leistung, die beeindruckend war und bei normalem Verkehr auch so nicht möglich. Ein grosser Dank an unseren Busfahrer, der uns pünktlich zum „last on board“ wieder zum Schiff brachte.

An- / Abreise
Wir haben die An- und Abreise in Eigenregie per CityNightLine (Ruhesessel) gebucht.
Ein unschlagbarer Preis für eine Sleeperette (Ruhesessel) im CNL zu zweit von Basel SBB nach Amsterdam Centraal und zurück für EUR 116.- für beide Personen hin und zurück!

Bis nach Ijmuiden ist gemäss deutschem Kreuzfahrtenforum die Bahn-/Bus-Kombination am besten, weil am nächsten zum Terminal. Alternativ kann direkt hinter der Centraal Station das Schnellboot genommen werden, und danach ist Umsteigen auf einen Bus angesagt. Die Station ist allerdings noch etwas weiter weg zu laufen, bis man am Terminal ist.

Wir hatten uns für die Hinfahrt für die Bahn-Bus-Kombination entschieden, am Felison-Terminal dann aber von einer Dame hinter einem MSC-Schalter erfahren, dass wir da ja komplett verkehrt wären, wir benötigen noch ein Taxi, das uns zum Felison Cruise Terminal bringt... Ja, die MSC Opera stand schon da, aber verdächtig weit im Hintergrund... Leider war das nirgends verzeichnet! Auf den e-Tickets von MSC stand als Schiffsadresse nur: Hafen: Ijmuiden, Holland. Bissle arg spärlich und sehr ärgerlich, weil wirklich missverständlich. Die Distanz zwischen dem Felison Terminal und dem Felison Cruise Terminal war zu Fuss nicht zu machen, schon gar nicht mit Gepäck.
Es war wirklich ein Taxi nötig (Distanz zu zahlen mit Taxameter: EUR 10,75). Öffentliche Verkehrsmittel sind (noch) nicht gegeben, und im Schiff wurde uns dann an der Rezeption gesagt, dass es eine Shuttle-Möglichkeit von Sloterdijk gegeben hätte, die uns direkt ans Schiff hätte bringen können. Das hätte uns vom Reisebüro angeboten werden müssen... Das ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Auf der Website stand nur, dass zusätzliche Flugmöglichkeiten nach Schiphol angeboten wurden, aber einen Bustransfer? Nein. Daher hatten wir das bei der Organisation der Anreise auch nicht weiter in Erwägung gezogen.

Für die Ausschiffung haben wir uns am Tour-Office den Shuttle-Transfer für EUR 15.-/Person von Ijmuiden nach Sloterdijk gebucht. Ausschiffungs-Farbe hier: grau sowie die „Busnr. 7“-Sticker zusätzlich für auf die Koffer.

Da in Ijmuiden sehr viele Passagiere das Schiff abschliessend verliessen, die Landausflüge für die verbleibenden Passagiere auch sehr gut gebucht waren, und das Schiff zudem erst um 10:30 im Hafen ankam, wir aber aus logistischen Gründen um 08:00 bereits mitsamt Handgepäck aus der Kabine sein mussten, war unser Treffpunkt, das Theater, um 10:30 doch deutlich stärker gefüllt, als sonst. Wir bekamen auf Nachfrage für unsere Busnummer eine handschriftliche Notiz auf die Rückseite unseres Shuttle-Tickets (Bus Nr. 30) und warteten dann halt noch, bis Koffer und Zoll usw. erledigt waren, sowie auch die ersten vielen Gruppen den Saal verlassen hatten.

Als wir dann auch das Schiff verlassen durften, gab es doch deutlichen Stau aufgrund dessen, dass keine „unbefugten Personen“ sich zu Fuss im Hafengelände aufhalten durften und alles mit Transferbussen zum Terminal erledigt werden musste. Auch gut. Als wir dann unsere Koffer recht flott einsammeln konnten, stellte ich mit Bedauern fest: an meinem Koffer war der Teleskopgriff abgerissen.
Es wurde ein Schadensmeldungs-Formular (später sah ich, dass es leider nicht wirklich vollständig war) ausgefüllt, und von beiden Seiten unterschrieben. Und als ich fragte, bis wann ich von MSC hören würde, gab’s nur als Info: „gar nicht. Sie müssen das Formular bei Ihrer Versicherung einreichen. Es hat mit jedem Ticket eine Versicherung für solche Schäden, das müssen Sie bei Ihrem Reisebüro melden“. Ah ja.

Der Shuttle-Busfahrer hat unser Gepäck noch eingeladen und wir sind wohlbehalten an der Bahnstation Sloterdijk ausgestiegen.

Die Weiterfahrt nach Centraal ging recht flott, trotz dass wir uns erst ein Zugticket an einem der Automaten auf eigene Kosten lösen mussten.

Abends um 20:30 ging’s dann weiter mit dem CNL nach Basel. Für den Rückweg entschieden wir uns, bereits im „Badischen Bahnhof“ von Basel auszusteigen und auf der deutschen Rheinseite den nächsten „Bummelzug“ nach Bad Säckingen zu nehmen. Dort stand direkt vor dem Bahnhof ein Taxi, das uns dann auch gut nach Hause brachte, wo wir um 08:00 morgens wohlbehalten ankamen.

Gepäckservice
Wohlbehalten und pünktlich ist alles auf der Kabine angekommen.
Bei der Ausschiffung kam es leider zu einem Schaden an meinem Koffer (Trolley-Teleskopgriff abgerissen), der vor Ort nicht korrekt und abschliessend reguliert werden konnte.

Generelles Fazit
Uns ist aufgefallen, dass bei dieser Reise an fast jedem Hafen Passagierwechsel war. Entsprechend wurde auch um 16:00 jeweils am Tag der Einschiffung im Theater (in Southampton wegen der grossen Gästezahl direkt an den Musterstations und über Bordlautsprecher) mit den neuen Gästen die Seenotrettungsübung durchgeführt. Fanden wir richtig gut und konsequent. Ferner wurden (auch bei unserer Übung, wobei hier allerdings die restlichen Gäste von Southampton und alle von Ijmuiden in einer Übung zusammengefasst waren) die Kabinennummern abgefragt und entsprechend abgehakt. Sprachtechnisch wurde es so geschickt gemischt dargeboten, dass keinem „langweilig“ wurde, oder irgendwer dazwischenreden wollte, denn es könnte ja was verpasst werden. Die sonst übliche Geräuschkulisse, die auftritt, wenn die „eigene“ Sprache „durch“ ist, ist komplett weggefallen. Wirklich strategisch sehr geschickt gelöst und unbedingt empfehlenswert.

Passagiere, die aus irgendeinem Grund nicht an der für sie vorgesehenen Übung teilnehmen konnten, wurden per Tagesprogramm aufgerufen, am nächsten Tag an der Alternativ-Übung teilzunehmen.

Was wir etwas arg vermissen, ist die Information entweder im Tagesprogramm, oder separat mit einer „Hafeninfo“, wie weit die Innenstadt des nächsten Hafens vom Liegeplatz des Schiffs entfernt ist, sowie ggf. einen kleinen Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten drauf. Sicher, es fördert die Buchungswilligkeit für einen entsprechenden Ausflug, aber eben... Personen die eher auf eigene Faust gehen möchten, müssen sich vor der Reise alle Daten aus dem Internet besorgen. Nur eben die endgültige Position des Schiffsliegeplatzes, die kann nicht vorab aus dem Internet gewonnen werden.

Ein Wermutstropfen ist da nur – die Sache mit der korrekten Hafen- / Liegeplatzadresse und die entsprechende Weiterleitung an den Gast vor Beginn und das mit dem kaputten Koffer am Ende der Reise...

Wir können aus unserer Sicht nur Gutes über die Mitarbeiter in sämtlichen Bereichen, mit denen wir zu tun hatten, berichten. Höflich, freundlich stets ein Lächeln übrig und zum wirklich grössten Teil absolut Service-orientiert.
Es war eine gute Erfahrung, mit MSC zu reisen und eigentlich in der Zukunft gerne wieder eine Reederei unserer Wahl, sofern wir eine Route finden, die uns absolut zusagt.

Dienstag, 28. August 2012

Amsterdam und Heimreise


Um rechtzeitig um 08:00 die Kabine verlassen und im Restaurant ein letztes Mal frühstücken zu können, war der Wecker auf 07:00 gestellt. Schliesslich verloren wir ja eine Stunde über Nacht und mussten somit „zu früh“ aus den Federn... War keine leichte Angelegenheit, da viel zu spät das Licht aus gemacht wurde, aber notwendig, denn unsere Reise mit der MSC Opera ging ja heute zu Ende.
Im La Caravella empfingen uns die Kellner sehr freundlich und boten uns ziemlich nah beim Eingang einen Platz an einem noch unbesetzten 4-er Tisch an, wo auf der anderen Seite der Begrenzungswand vom Eingang her, unsere Rucksäcke in Sicht- und Greifweite für die Zeit unseres Frühstücks deponiert werden konnten. Wirklich sehr aufmerksam.

Wir frühstückten in Ruhe und mit gewohnt gutem Service und überliessen unsere Plätze dann noch vor 09:30 den Kellnern, die alles bereits wieder für den Mittagstisch eindecken mussten.

Was machen wir jetzt mit der übrigen Zeit bis 10:30? Hmmm... Also vielleicht doch noch mal zum Aroma Café? Gesagt – getan.
 Da roulierender Wechsel bei den Kellnern bereits gestern der Fall war (jede Kreuzfahrt in einer anderen Bar/Lounge), haben uns unbekannte Kellner bedient, und als ich gleich bei der Bestellung meinte: wir müssen aber bar bezahlen, da gestern Nacht unsere Karte abgerechnet wurde, meinte der nur: „no cash, Madam“ – er versucht es trotzdem noch mit der Karte, da wir ja das Schiff noch nicht verlassen hätten. Und siehe da: es hat funktioniert! Das hat uns wirklich beeindruckt. Die Kreditkarte wird dann mit dem um diese Ausgaben erhöhten Gesamtbetrag belastet, nicht mit dem Betrag, für den wir heute Nacht unterschrieben haben (was ebenfalls ein für uns komplett unbekanntes Prozedere war, bei anderen Reedereien muss nur bei Reklamationen/Unklarheiten nochmal beim Accounting vorgesprochen werden). Absolut lobenswert und hilft vor allen Dingen auch dem Personal, welches normalerweise auf „unbaren Zahlungsverkehr“ gedrillt ist, enorm weiter.
So konnten wir noch ein bisschen Zeit in unserer bevorzugten Bar verbringen und genossen noch eine Kaffeespezialität, bzw. eine heisse Schokolade (schmeckte schlichtweg nach echter Ovomaltine – LECKER!).
...  Thomas meinte "Du hast 'ne Oma im Ohr"... hä? Ah, mein Kopf hat von "Aroma" das "Ar" verdeckt... klar, bei mir kam "ne Oma aus dem Ohr"...  hehehe....
Für die Ausschiffung haben wir uns am Tour-Office vor zwei Tagen den Shuttle-Transfer für EUR 15.-/Person von Ijmuiden nach Sloterdijk gebucht. Ausschiffungs-Farbe hier: grau sowie die „Busnr. 7“-Sticker zusätzlich für auf die Koffer.

Ein Blick auf dem Promeandendeck zeigt uns: wir haben Gesellschaft !
Da in Ijmuiden sehr viele Personen das Schiff verliessen, die Landausflüge auch sehr gut gebucht waren, und das Schiff zudem erst um 10:30 im Hafen ankam, wir aber aus logistischen Gründen um 08:00 bereits mitsamt Handgepäck aus der Kabine sein mussten, war unser Treffpunkt, das Theater, doch deutlich stärker gefüllt, als sonst bei solchen Gelegenheiten. Wir bekamen auf Nachfrage für unsere Busnummer im Theater bei der Bühne eine handschriftliche
Notiz auf die Rückseite unseres Shuttle-Tickets (Bus Nr. 30) und warteten dann halt noch, bis Koffertransfer an Land, Zollfreigabe usw. erledigt waren, sowie auch die ersten vielen Gruppen den Saal verlassen hatten.
Als wir dann auch das Schiff verlassen durften, gab es doch deutlichen Stau aufgrund dessen, dass keine „unbefugten Personen“ sich zu Fuss im Hafengelände aufhalten durften und alles mit Transferbussen zum Terminal erledigt werden musste. Auch gut. Als wir dann unsere Koffer recht flott einsammeln konnten, stellte ich mit Bedauern fest: an meinem Koffer war der Teleskopgriff abgerissen.
Ich gab unserem „Kellen (Busnummern-)träger“ vom Schiff Bescheid, dass da ein Problem besteht und der Bus so leider noch warten müsse.
Ich will den Schaden melden und werde an verschiedene Personen verwiesen, die kein Formular haben, oder erst mal suchen müssen usw... Als ich dann endlich die richtige Person vorfand (auch eine Dame vom Schiff), wurde ein Schadensmeldungs-Formular (später sah ich, dass es leider nicht wirklich vollständig war) ausgefüllt, und von beiden Seiten unterschrieben. Und als ich fragte, bis wann ich von MSC hören würde, gab’s nur als Info: „gar nicht. Sie müssen das Formular bei Ihrer Versicherung einreichen“. Bitte was? Ich hab doch den Schaden nicht verursacht, das geschah entweder nachts noch auf dem Schiff beim Verladen in die Gitterkästen oder nachher beim Ausladen an Land durch die Logistikfirma in Ijmuiden. Entschuldigung, dafür wird sicher meine Versicherung nicht bezahlen. „Doch, es hat mit jedem Ticket eine Versicherung für solche Schäden, das müssen Sie bei Ihrem Reisebüro melden“. Ah ja. Nun, wir werden das versuchen.
Als ich mich unserem „Tourguide“ vom Schiff wieder zuwende und frag, welches jetzt der Shuttle nach Sloterdijk sei, meinte er: „oh, Sie wollen da auch mit? Der ist grad parat, um los zu fahren“... also echt, ich sagte ihm noch vorher, er soll warten, bis wir mit der Schadensmeldung fertig sind... Ich war geringfügig „geladen“... Aber es hat noch geklappt, der Busfahrer hat unser Gepäck noch eingeladen und wir sind ca. 30 min später wohlbehalten an der Bahnstation Sloterdijk ausgestiegen.
Die Weiterfahrt nach Centraal ging recht flott, trotz dass wir uns erst ein Zugticket an einem der Automaten ziehen mussten. Unser Ticketautomat befand sich direkt vor dem Aufzug runter zum Gleis 5, von wo auch der Sprinter zu unserem Ziel 10 min. später abfuhr.
In Centraal angekommen,
haben wir erst einmal unser Gepäck in den Schliessfächern vom Bahnhof versorgt und sind direkt zum Smits Koffiehuis rüber, um unser Mittagessen einzunehmen...
Bei der Suche nach einem freien Platz hat uns gleich eine Jungmöwe begrüsst. Der Ausflugsdampfer von „Lovers“ scheint ein beliebter Aufenthaltsort der Vögel bei Smits zu sein.

Ich hab das erste Mal holländische Pannkoeke mit Käse probiert, dachte allerdings nicht, dass zum Käsepfannenkuchen auch noch Sirup serviert würde... nun ja, Geschmäcker sind verschieden, nicht?
War echt lecker und ich muss sagen, noch so ein Teil hätte ich (wegen des Fettgehaltes weil in Öl ausgebacken) nicht unbeschadet runter bekommen.
Thomas hat sich die Fleischbulette frittiert kommen lassen. Interessante Mischung hat aber anscheinend geschmeckt. Seine „Toppings“ waren im Glas als Einzelportionen dargereicht worden (Senf, Ketchup und Mayo).

Ausserdem hat’s ja freies „WiFi“ und somit konnte ich nach unserem leckeren Mahl wenigstens so lange das Akku des Laptops hielt, noch die e-mails abrufen und vor allen Dingen unser Reisebüro direkt über die Sache mit dem Koffer informieren. Sie bekamen das Mail inkl. Foto der Formularkopie und des Schadens am Koffer. So war die Zeit sinnvoll genutzt und zudem dieser Punkt direkt so weit erledigt, dass ich da erst mal nicht mehr dran denken muss.

Frisch „gefüttert“ haben wir meinen Rucksack auch noch in einem Schliessfach am Bahnhof untergebracht und sind dann zu Fuss zum Cruiseterminal beim Muzikgebouw gelaufen, um mal zu sehen, wie weit das zu Fuss ist (1km) und vor allen Dingen, ob vielleicht die Costa neoRomantica auch wieder da ist. Schliesslich hatten wir sie ja beim Auslaufen gesehen, als sie grad in die Schleuse bei Ijmuiden einfuhr.
 ... soso, die Schweizer flaggen um auf Malta? Tststs... Dumm ist nur, dass die Buchstaben vorher aufgeschweisst, oder geprägt sind, oder so... nur weiss überpinseln reicht da leider nicht... hmmm...
Die Überrasschung war gross... Es war die MSC Lyrica und die Costa neoRomantica am Pier, sowie auch vier Flusskreuzfahrtschiffe, zu denen sich dann im Laufe des Nachmittags noch zwei weitere gesellten.
 ... so toll sah das bei unserem letzten Besuch hier nicht aus... die haben echt viel auch für Kinder gemacht...
Um 15:00 lief die MSC Lyrica unter lautem Tuuuten aus und verschwand auch bald drauf am Centraal-Bahnhof vorbei hinter den Häusern Amsterdams in Richtung Nordseeschleuse.
Die Costa neoRomatica war dann um 16:00 dran. Schööön... Das war ein richtig schöner Abschluss unserer Schiffahrtszeit für diesen Monat, würde ich mal so sagen...
so süss ! Der stand da und hat die ganze Zeit die Hand geschwenkt... wirklich tolle Idee....
... irgendwie fehlt dem vorne an der Spitze ein Flatterkleid - un der Helm ist auch nicht wirklich kleidsam... hmmm...  Na ja, der Costa-Wimpel flattert ja wenigstens...
die neuen Balkone und "Promenadenwellen" um die Verkaufsläden herum...
Diese Skulptur ist auch neu am Heck... wir kennen die auser damaligen Costa Romantica nicht... schön... beide stehen frei im Wind und genissen den weiten Blick in die Ferne...
es kamen noch zwei Flusskreuzfahrtschiffe vorbei... es war wirklich mächtig viel los...
Zurück fuhren wir dann mit dem Tram bis zur Centraal-Station
 und gingen nochmal in Smits Koffiehuis zum Kaffee und Kuchen.
Diesmal haben wir wieder einen Platz direkt biem „Lovers“-Boot bekommen und unsere Möwe vom Ankunftstag war wieder da und hatte auch immer wieder einen langen Hals, ob’s nicht doch etwas zu Essen gibt... Ist ja schon beeindruckend. Sie hat aber immer schön Sicherheitsabstand gehalten.
Als dann die Abendsonne langsam hinter den Gebäuden verschwand und die Luft doch recht kühl wurde, haben wir uns entschlossen, für’s Abendessen vor der Heimfahrt mit dem Zug ins 1er Klas am Bahnsteig 2b zu gehen. Da waren wir schon mal drin und das war zwar teuer, aber unheimlich gut.
Wir haben uns sehr gefreut, dass das Restaurant noch existiert
und auch der Kakadu, der dort am Tresen seinen Stammplatz hat und das ganze Lokal überblickt, noch lebt (ok, auf dem Foto hat er ein Nickerchen gemacht, aber später ist er von seinem Stängel runter gekrabbelt, hat sich an seinen Futternäpfen ordentlich bedient und ist dann wieder auf die Stange hoch geklettert. Dann ging's in die nächste Schlummer-Runde...).
Wir haben uns für’s „Stroganoff“ entschieden und Thomas noch eine Consommé vorab. Mei, waren das Portionen... Beeindruckend und wirklich sehr gut gekocht.
Wir hätten später, ausser dem Verdauungskaffee
wirklich nichts mehr rein bekommen. So „bappsatt“ waren wir.

Also nichts wie zu den Schliessfächern, unser ganzes Gepäck einsammeln und dann zum Gleis, von wo aus der CityNightLine uns wieder zurück nach Hause bringen sollte.

Um 20:30 ging’s dann weiter von Gleis 8 mit dem (diesmal „schnarchfreien“) CNL pünktlich los nach Basel. Es wollten einfach alle nur schlafen, das war sehr vorteilhaft, trotz dass wir recht früh am Abend los fuhren. Die Meisten mussten morgens vor 06:00 bereits wieder den Zug verlassen und um einem Verschlafen vorzubeugen war das genau richtig. Auch wir konnten diesmal richtig gut schlafen (sofern ein Tiefschlaf im Ruhesessel möglich ist) und sind somit doch relativ erholt mit unserem ganzen Gepäck in Richtung Ausgang des Waggons gegangen.

Für den Rückweg entschieden wir uns, bereits im „Badischen Bahnhof“ (06.44 Uhr) auszusteigen und auf der deutschen Rheinseite den nächsten „Bummelzug“ um 07:14 nach Bad Säckingen zu nehmen. Dort stand direkt vor dem Bahnhof ein Taxi, das uns dann auch gut nach Hause brachte, wo wir um 08:00 morgens wohlbehalten ankamen.

Jetzt heisst es erst mal: in den Briefkasten schauen, Haustüre auf und Rolläden ganz hoch, dass unsere ganzen Tiere auch merken, dass wir wieder zuhause sind! Hei, da waren ein paar ungläubige Äuglein zu sehen und vorsichtige „piep“ zu hören....
Sicher, meine Mutter und unsere Freunde haben alles bestens liebevoll versorgt, doch schlussendlich die eigentlichen „Mitbewohner“ wieder zu sehen, das ist schon anders.

Als es dann „ernst“ wurde, und sie von uns gefüttert und die Vögel in ihren Volieren auf den Freisitz raus geschoben wurden, haben sie’s uns mit einem herrlichen Gesang gedankt. Denn jetzt kommen die wilden Kollegen wieder zu Besuch.

Spatzen, Kohl- und Blaumeisen und ab und zu eine Amsel, sowie eine Maus die wirklich täglich pünktlich vorbei schaut, ob’s nicht wieder irgendwelche rausgeworfenen Körnle von unseren Vögeln gibt.

Ja, jetzt sind wir wieder zuhause und Koffer auspacken, Wäsche sortieren / waschen und das erste Nötigste einkaufen gehen fast „nebenher“.

Als meine Muter dann auch noch ihren neuen "Seesack" von MSC bekommt,
gibt's für sie auch kaum noch ein Halten... sie würde am liebsten gleich auf ihre nächste Reise gehen... Bald ist auch sie wieder an der Reihe..