Freitag, 14. Oktober 2011

und schon isses vorbei....


Wir sind bereits ca. 30 min vor dem Wecker beide wach, aber noch ein bisschen liegen bleiben ist ja nicht schlecht.
In aller Ruhe machen wir uns fertig und gehen zum Frühstück ins Britannia. Da wir noch 15 min Zeit haben, bis wir rein dürfen (06:30 ist Öffnungszeit), gehen wir noch auf Deck 7 raus auf die Promenade, um zu sehen, was denn so los ist.
 die warten auf ihren Einsatz....
Erstens, wir sind kurz vorm Festmachen am Pier der Elizabeth II, und auf der andren Seite des Schiffes sehen wir, wie gerade die Azura von P&O einläuft und sich für das Ocean Terminal „parat macht“ (sie dreht sich später vor dem Festmachen um 180° um abends gerade rausfahren zu können). 
Die Celebrity Eclipse ist bereits am City Terminal (oder ist’s das Mayflower?) fest gemacht. 
Direkt nach den ersten Aufnahmen sind wir dann runter auf Deck 2 ins Britannia Restaurant.

Unser „Laundry-Man“ ist wieder im Dienst und weist uns einen „fast-Fensterplatz“ zu – ach, wirklich echt lieb. Er will’s uns wirklich nicht leicht machen, heute das Schiff zu verlassen. Wir haben sogar das Glück, dass Raj uns wieder die Pastries bringt und natürlich wieder ungefragt die richtige Anzahl der richtigen Teile auf die Teller legt. Diesmal bekomme ich ein „Beweisfoto“ des Mannes, der so ein tolles Gedächtnis hat.
Er hat bereitwillig gestrahlt. Auf dem Rausweg hat er uns noch strahlend gewunken. War das lieb. Auch bei unserem „Laundry-Man“ haben wir uns noch persönlich verabschiedet. Er hat uns hinterhergestrahlt.

Wir haben dann um 07:30 unser restliches „Hand“-Gepäck aus der Kabine geholt, dass Adrian auch seine Arbeit ungestört machen kann – die ersten 3 Kabinen hatte er schon „gewienert“. Für ihn hatten wir einen schriftlichen Gruss in der Kabine hinterlassen, da wir ihn nicht mehr gesehen haben.

Wir sind nochmals rauf auf Deck 7, da wir noch Zeit hatten bis zu unserem Aufruf für den Transfer zum Heathrow-Flughafen. Der Tag wird richtig schön. Es ist keine Wolke am Himmel und es sind bereits 16°C.
 noch ein paar Kamera-Schwenks über Southampton zur Erinnerung....
Um kurz vor 08:00 waren wir dann auf Deck 3 (Balkon) des Royal Court Theaters, um auf unseren Aufruf (zwischen 08:15 und 08:30) für „Rot 5“ (Heathrow, Terminal 5) zu warten.
Recht pünktlich wurden wir in die Abfertigungshalle geleitet (an jeder Ecke stand jemand von Cunard, der/die uns die Richtung weiter gewiesen hat). Und fein säuberlich unter der Farbangabe fanden wir dann auch unsere Koffer aufgereiht. Also nichts wie ein „Wägeli“ geschnappt, die vielen Kilos Gepäck drauf geladen und weiter der Anweisung nach in Richtung Bus ausserhalb des Terminals. Der arme Busfahrer... der hat alle Koffer selbst in seinen Bus unten reinladen müssen. Als ich ihn warnte, dass der kleine Koffer schwerer ist, als er aussieht, meinte er nur: „oh a hernia-suitcase“ ja, passend für einen Bandscheibenvorfall. Der Bus war nicht ganz voll, aber wir sind recht pünktlich um 08:45 los gefahren. 10:15 waren wir in Heathrow – also ist uns der Verkehr hold gewesen. Der Fahrer meinte nämlich noch an alle im Bus gerichtet: „if traffic is with us, we will need 1,5 hours, if not it might take the whole day to get there” – alles lachte…

Pünktlich 1,5h später wurden wir am Terminal 5 bei der Ankunft alle raus gelassen und der Fahrer hat auch sämtliche Koffer wieder ausgeladen. Der konnte einem nur leidtun, denn die nächste Gruppe Leute war bereits wieder da, um „eingeladen“ zu werden. Auch hier haben wir uns wieder ein „Wägeli“ geschnappt und sind rein – ich erst mal wieder in Richtung Toiletten... hab mich richtig gut gehalten – dafür dass wir erst gefrühstückt hatten (Kaffee, Früchte usw.).
 Tja, und weil wir von der Ankunft her noch wussten, dass der Kaffee im Ankunftsterminal (beim "Giraffe")
richtig lecker ist, haben wir uns gleich ein bissel was zum Mittag genehmigt.
 bei so "herzlichem" Service geht's uns einfach richtig gut...
Schliesslich haben wir noch massig Zeit, bis wir endlich einchecken müssen.

Danach ging’s hoch in den 3. Stock von Terminal 5 in die Abflugs-Abfertigungshalle... Ich habe – da ich auf dem Schiff keinen Drucker zur Verfügung hatte, keinen Online-Check-in gemacht – diesmal das Check-in am Terminal der British Airways durchgeführt.
Ich war schlichtweg begeistert. Ich kannte das Verfahren zwar von unseren Mitarbeitern von deren Geschäftsreisen, aber selbst hatte ich das noch nie gemacht.
Mit unseren Bordkarten sind wir an einen Schalter „Baggage Drop“ im Bereich C gegangen, weil der grad frei war.
Als er die Bordkarte sah, meinte er, dass wir in 25 min wiederkommen sollen, es ginge noch nicht. Früheste Abgabe der Koffer wäre 3 h vor Abflug, also haben wir unseren Wagen in gesetztem Abstand von dem Schalter hingestellt und noch gewartet. 
Als wir wieder hin sind, hatten wir Glück. Auch mit dem Gepäck. Thomas‘ Koffer hatte 400g zu viel, bei meinen beiden Gepäckstücken hat’s gepasst – wie mit der Handwaage abgemessen. Der Herr an der Abfertigung hat nur genickt und gemeint: schon ok. Wir hatten wieder Glück...
Danach sind wir noch durch die Geschäfte gezogen ein bissel „Lädele“, weil noch immer nicht Bekannt war, welches Gate für unseren Flieger nach Basel vorgesehen war. Eine Stunde vor Abflug würden wir es dann erfahren.

In der Zeit hatte ich noch ein tolles Erlebnis. Wir haben –wie gesagt- in einem der vielen Läden ein bissel rum geschaut und ich hab mich mal wieder für ein englisches Buch entschieden. An der Kasse hat mir das nette Fräulein gesagt, ein Kunde vor mir hätte seinen 50%-Voucher nicht gewollt (Aktion in sämtlichen Läden mit Büchern am Flughafen: Kauf ein Buch, das zweite kostet nur 50%) und da ich jetzt ein Buch kaufe, bekäme ich das halt für die Hälfte. Sie hat mir den Voucher gezeigt, ihn unter den Scanner gehalten und abgezogen war die Hälfte des Buchpreises. Ist das nicht toll ? Wie sind wir reich !

Tja, wir haben uns dann auf den Weg durch die Security gemacht... Mei, ist das dort effizient... mit automatisch wiederkehrenden Kunststoffschalen an sämtlichen Countern, um Laptop separat, Kamera, Schuhe, Gürtel, Mobiltelefon usw. usw. rein legen zu können. So schnell hab ich selten „gestrippt“ und mich wieder angezogen. Gottseidank hat’s nicht gepiept, als ich durch die Strahlenschranke bin. Der Herr, der den Bildschirm kontrollierte, hatte sichtlich Mühe mit dem Inhalt meines Rucksacks, hat die Schale aber nicht neben raus geleitet, sondern nach einigem Augenbrauen-Runzeln das Teil dann durch gelassen. In Basel musste ich noch sämtliche Schmuckstücke einzeln rausnehmen. Hier hat er das Stativ, den Schmuck und die Uhren sowie die Handtasche mit dem Mobiltelefon drin (auch im Rucksack, dass es nur noch 1 Handgepäckstück bleibt) wohl akzeptiert.

Nun, da wir noch immer nicht wussten, wo unser Gate sein wird, haben wir nach dem Security-Check uns einen Kaffee und noch etwas Wasser im Starbucks mit Blick auf das Rollfeld gegönnt.
Das war ein echtes Erlebnis. Die Flieger aller Fluglinien kamen im 1-2 Minuten-Takt rein. Wir sahen sogar eine A380. Ein rechtes „Trum“ von Flieger. Ich hab noch nie eine in „echt“ gesehen. War klasse.
Als es langsam 13:50 wurde, ist Thomas sich mal informieren gegangen, welches Gate es denn nun endgültig sein würde. Und kam mit einer konformen Antwort wieder: A3. Gut, denn wir waren eigentlich „fast“ im richtigen Bereich von Terminal 5.

Nach ein paar Minuten haben wir unseren Bereich gefunden, und ich suche meinen Pass... Das Durcheinander nach der Security war wohl dran Schuld... schlussendlich hatte ich die „zündende“ Idee, wo ich das Ding hingesteckt habe und: da war’s ! Thomas hatte einen leichten Adrenalin-Schub. Tut mir auch wirklich leid... Denn beim Pass war auch die Bordkarte... Und ohne beides komm ich nirgends mehr hin. So oft wie die das Ding gescannt haben (sicher 3x bis wir im Flieger waren).
Wir haben unseren Platz (16b und 16c) recht flott gefunden, und hatten einen sehr angenehmen Flug bei bestem Wetter.
Es gab diesmal kein „Essen“, sondern nur Knabberkram und auf Nachfrage auch wieder Wasser zum Kaffe.
Die Bordelektronik war deutlich fortschrittlicher als die im Flieger nach England. Hier wurde die Flugbahn auch in 3D dargestellt. Beeindruckend.
Wir sind sehr pünktlich abgeflogen und auch in Basel gelandet.
Alles Gepäck ist angekommen, wofür wir auch jedes Mal sehr froh sind. Gemäss Vereinbarung haben wir den Taxifahrer angerufen, dass wir jetzt an der Gepäckausgabe sind und gleich raus kommen werden.
Er war wohl noch irgendwo in Basel unterwegs, daher haben wir noch etwas die frische Luft vor der Halle geniessen können.
Was ein tolles Wetter ! Und vor allen Dingen hat’s hier endlich ein bissel mehr Herbst-Farben !
Man wollte nicht glauben, wir haben die vielen Tausend Kilometer hinter uns gebracht, um unter anderem den „Indian Summer“ zu sehen (die Reise wurde so beworben). Das zu gute Wetter hat uns einen „Strich“ durch die (Herbst-) Rechnung gemacht, da die Bäume das „Signal“ zur Verfärbung nicht früh genug bekommen hatten. Aber macht ja nichts. Die Reise war sehr schön.

Unser Chauffeur kam, schaffte es auch wieder, sämtliches Gepäck in den Laderaum des Mercedes-Combi zu packen. Er fuhr uns auf direktem Weg nach Hause – der Freitragabend-Feierabendverkehr war schon durch. Um 18:30 waren wir dann bei einer herrlichen Abendsonne und schönen Herbstfarben in unserem Garten 
wieder in unseren eigenen vier Wänden, das gesamte Gepäck ist die Treppen hoch geschleppt, und unsere ganze Viecherschar erst mal begrüsst.Die Fische in beiden Aquarien erkannten uns als "Futtergeber" recht flott wieder. Die Vögele haben ganz komisch geguckt, und irgendwann vorsichtig angefangen, zu piepen... Auch jetzt sind sie ab und zu wach, denn sie sind seit fast einem Monat nicht mehr gewohnt, dass abends der Fernseher läuft... Die Chinchillas waren auch ganz neugierig und erst mit einer Rosine und später einem Stückchen frischen Apfels (von der Queen Mary 2 ! – aus unserem Früchteteller – dass er nicht weggeworfen wird, dort hatten wir wirklich immer genügend zu Essen, sodass wir die Fürchte von der Kabine kaum brauchten) als Bestechung, haben sie sich doch wieder „versöhnt“ gezeigt, und uns wohl verziehen, dass wir so lange weg waren.

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